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Vor dem Wochenende waren die Rollen klar verteilt. Unsere Jungadler mussten in Landshut antreten. Zunächst sah es es deutlich aus, doch die Gastgeber wehrten sich.

 

Samstagspiel

Jungadler melden sich mit klarem Sieg in Landshut zurück !

Die Mannheimer scheinen nach ihrer überaus erlebnis- wie erfolgreichen Überseereise ihre gute DNL-Form von davor bewährt haben; denn in ähnlich überlegener Weise starteten sie nun in die Zielgerade der Hauptrunde, die sich noch bis Anfang März erstreckt.

Beim langjährigen Rivalen aus Niederbayern ließen die Jungs von Chefcoach Fischöder jedenfalls nichts anbrennen und dominierten die Partie über weite Strecken. Folgerichtig fielen die Tore für die Mannheimer in regelmäßigen Abständen. Musste für das 0:1 durch Kapitän Sebastian Hon in der 10. Minute noch eine Überzahl herhalten - der Landshuter Eigner zierte gerade noch auf der Strafbank. Aber die Dominanz der Jungadler setzte sich fort und drückte sich in der 16. Minute durch das 2:0 von Tim Stützle auch auf der Ergebnistafel aus. Die Vorlage kam dabei vom U19-Jung-Nationalspieler Mike Fischer. Auch eine kurz vor Drittelende  vom DEL-Schiedsrichter Hascher verhängte Strafe gegen Tim Lutz blieb ohne Folgen.

So setzte sich die spielerische Überlegenheit der Jungadler auch im zweiten Drittel fort. Bereits in der 34. Minute erzielte wiederum Tim Stützle – diesmal auf Vorlage von Sebastian Hon – die vorentscheidende 0:3 Führung. Nur 2 Sekunden vor Drittelende schraubte dann Jan Schumacher auf Zuspiel von Tim Lutz das Zwischenergebnis sogar auf 0:4 hoch. 

Nach der Hälfte des Schlussdrittels konnte dann Yannik Valenti ein sehenswertes Solo mit dem 0:5  Führungstreffer abschließen. Als dann den Landshutern in der 55.Spielminute auch noch ein Wechselfehler unterlief mussten sie wegen zu vieler Spieler auf dem Eis noch eine kleine Bankstrafe hinnehmen. Das daraus resultierende Powerplay nutzen die Jungadler in Person von Moritz Seider, um den deutlichen Endstand von 0:6 herzustellen.

Die Mannheimer konnten somit souverän ihr Punktekonto weiter ausbauen und haben damit einen klaren Vorsprung von 29 Punkten auf den 5. Tabellenplatz, der nicht mehr zur Playoff-Qualifikation ausreicht. Zwar ist der Punktevorsprung mit dem von Bayern München, in der Fußball-Bundesliga vergleichbar - aber dort gibt es ja keine Playoffs, die über die Meisterschaft entscheiden!

 

Sonntagspiel

Böses Erwachen für die erfolgsverwöhnten Jungadler

Einen ganz anderen Verlauf als erwartet nahm dann die Partie am Sonntagvormittag. Die Landshuter sannen wohl auf Revanche für die am Vortag erlittene schmachvolle 0:6- Klatsche, während die Mannheimer Jungs noch nicht ganz präsent waren und zu Anfang nicht recht zu ihrem Spiel fanden. Als dann zusätzlich noch Pierre Preto wegen Bandenchecks 2 + 10 Strafminuten aufgebrummt bekan, lief es natürlich auch nicht besser, sondern im Gegenteil. Als dann auch noch Moritz Raab raus musste nutzten die Landshuter duch Vinzenz Maier ihr Powerplay zum ersten Treffer. Auch der gute Henrik Huwer im Jungadler- Gehäuse konnte das Führungstor der Niederbayern nicht verhinern. Eine Strafe auf Landshuter Sete danach blieb allerings durch die Adlerträger ungenutzt.

Wer allerdings glaubte, dass die Mannheimer aus diesem Rückstand zur ersten Drittelpause etwas gelernt hätten und das zweite Drittel etwas aufmerksamer und mit mehr Druck angehen sollten sah sich schnell getäuscht. Kaum drei Minuten waren gespielt, als die Landshuter durch Michael Franz sogar auf 2:0 erhöhen konnten. Wieder einmal mussten die Jungs von Chefcoach Frank Fischöder die Erfahrung machen, wie es ist, wenn man den Gegner durch eigene Nachlässigkeiten aufbaut. Zunächst schienen sie begriffen zu haben, dass man einen Zahn zulegen musste, denn nur eineinhalb Minuten später gelang Jan Nijenhuis auf Zuspiel von Philipp Mass der wichtige Anschlußtreffer zum 2:1.   In der Tat wurde es nun besser, denn in der 30. Spielminute gelang Mike Fischer auf Zuspiel von Sebastian Hon der viel umjubelte Ausgleich.  Es war also gerade mal die Hälfte der Spielzeit um und eigentlich noch genügend Zeit zur Verfügung, an dem unentschiedenen Zwischenergebnis von 2:2 noch etwas zu ändern.  Die Jungadler konnten jedoch ihre spielerische Linie vom Vortag nicht wieder finden, da auch sie immer wieder Opfer der nun auf beiden Seiten immer zahlreicher werdenden Strafzeiten wurden.

Auch das letzte Drittel begann zunächst mit Strafzeiten, jedoch noch ohne ergebnistechnische Folgen. Diese traten erst in der 52. Minute ein, als sich die  Jungadler wieder einmal in Unterzahl befanden. Das Landshuter Powerplay krönte dann Lars Eigner mit dem erneuten Führungstreffer zum 3:2.  Die Mannheimer versuchten nun Alles um die drohende Niederlage abzuwenden. Selbst eine weitere Überzahlsituation in der 57. Minute bracht nicht den ersehnten Ausgleich, das Landshuter Tor schien wie vernagelt. So mussten die Jungadler am Ende eine bittere Niederlage quittieren, die sie in der Tabelle zwar nicht besonders schmerzen wird, aber welche für alle Gegner ein deutliches Zeichen setzt, dass man doch nicht ganz so „unverwundbar“ ist, wie es vielen anderen DNL-Fans erschienen ist.

Am Wochenende 24./25. Februar haben die Jungadler in den Heimspielen gegen Augsburg Gelegenheit, diesen Eindruck zu korrigieren.  

 

© Eishockey Leistungszentrum Jungadler Mannheim e.V.