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Mit einem Spiel in Düsseldorf und zwei in Bad Tölz hatten die Jungadler eine kleine Reise durch Deutschland. Doch es hat sich gelohnt. Die Spiele hatten einiges zu bieten.

Mittwochspiel

Knapper Sieg der Jungadler an der Brehmstraße

Nach dem anstrengenden Wochenende in Köln stand für die Jungadler zum ungewöhnlichen Mittwochstermin erneut eine Reise an den Niederrhein an. Diesmal ging es an die Brehmstraße und die Düsseldorfer brauchten auch jeden Punkt, um noch den 4.Tabellenplatz und damit die Qualifikation für die Playoffs zu erreichen. Auch in der Vergangenheit gab es immer knappe Ergebnisse zwischen beiden Mannschaften; damit waren die Voraussetzungen für ein spannendes Spiel gegeben.

So kam es von Beginn an zu einem ausgeglichenen, aber umkämpften Spiel, bei dem beide Seiten vorwiegend auf disziplinierte Abwehrarbeit bedacht waren. Unter der souveränen Leitung des erfahrenen Schiedsrichters Daniels konnten beide Mannschaften die Strafbank zunächst meiden. Erst das klug herausgespielte 1:0 durch Mike Fischer auf Zuspiel von Yannik Valenti in der 13. Spielminute durchkreuzte die DEG-Pläne, den DNL-Serienmeister aus Mannheim durch aufopferungsvollen Widerstand nervös zu machen. Diesem gelang es jedoch zwei Minuten später bei eigener Überzahl nicht, das Ergebnis auszubauen, sodass es mit der knappen 0:1 Führung für die Jungadler in die erste Pause ging.

Zu Beginn des zweiten Drittels bestand noch einmal die Überzahl-Chance für die Mannheimer, aber das Tor wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil zur Mitte des Spiels hin, in der 30. Minute gelang dem Düsseldorfer Sven Schulz der überraschende, aber viel umjubelte  Ausgleich zum 1:1. Doch die Adlerträger mussten den vergebenen Chancen nicht lange nachtrauern, denn noch in derselben Minute (nur 20 Sekunden später), erzielte Tim Lutz auf Zuspiel von Jan Schumacher die erneute Führung zum 1:2.  Damit war jedoch der Widerstand der DEG-Jungs noch keineswegs gebrochen; sie überstanden sogar eine weitere Unterzahl ohne weiteren Gegentreffer.

Mit diesem dünnen 1:2 Vorsprung starteten also die Jungadler in das letzte entscheidende Drittel. Plötzlich fanden sich auch die Adlerträger in Unterzahl, als Jan Schumacher für zwei Minuten hinaus musste. Mit diszipliniertem Penalty-killing und gemeinsamem Einsatz konnte der erneute Ausgleich jedoch verhindert werden. Richtig brenzlig wurde es nochmals als kurz vor Spielende Moritz Seider wegen Stockschlags das Sünderbänkchen für  zwei Minuten drücken musste. Aber auch hier stemmten sich die Jungadler mit allen Kräften dagegen und hatten in Torwart Schickedanz den nötigen Rückhalt um dieses knappe Ergebnis ins Ziel zu retten.

Ein hart erkämpfter aber verdienter Sieg, der die Mannheimer zuversichtlich auf die Schweren Aufgaben am kommenden Wochenende mit den Auswärtsspielen in Bad Tölz blicken lässt.

 

Doppelter Kantersieg im Isarwinkel

 

Samstagspiel

 

Die letzten beiden Auswärtsspiele vor der Amerikareise führten die Jungadler an die Stätte ihres letztjährigen Meisterschafts-Triumphs, in die wee-Arena auf den Höhen von Bad Tölz, zurück. Diese positive Erinnerung schien das Spiel der Mannheimer zu beflügeln. Obwohl jeder weiß mit welcher Kampfkraft die alten Rivalen immer zu Werke gehen, ließen die Jungs von Chefcoach Frank Fischöder von Beginn an nichts anbrennen. Zwar musste man nach 8 Minuten eine eigene Unterzahl überstehen, aber unmittelbar darauf befand man sich selbst in der ersten Überzahlsituation und die wurde sofort genutzt. In der 11. Spielminute beendete Moritz Seider auf Zuspiel von Mike Fischer das Powerplay mit der 0:1 Führung für die Mannheimer. Die Adlerträger beherrschten nun noch deutlicher das Spielgeschehen und konnten auch im restlichen Drittel der Strafbank fern bleiben. Kurz vor Drittelende gerieten die Tölzer wegen Hakens erneut in Unterzahl und diesmal spielten die Jungadler ihre Überzahl voll aus, um dann 4 Sekunden vor Ablauf zuzuschlagen. Diesmal war es Mike Fischer selbst, der sich mit Unterstützung von Tim Stützle in die Torschützenliste eintragen lassen konnte. Mit dieser 0:2 Führung ging es dann auch in die erste Pause.

Mit  dieser erfolgreichen Methodik gingen die Jungadler auch weiter zu Werke.  Kaum war das zweite Drittel angepfiffen, gerieten die Tölzer Buam wegen eines Ellenbogen-Checks erneut für 2 Minuten in Unterzahl. Diesmal warteten die Jungadler bis 3 Sekunden vor Ablauf der Überzahl, um dann doch durch Yannik Valenti das Tor zur vorentscheidenden 0:3 Führung zu erzielen. Irgendwie hatten die Tölzer Härte mit Unfairness verwechselt und mussten dann wegen eines Kniechecks sogar für fünf Minuten in die Unterzahl. Allerdings wurde der „Rachengel“ Mike Fischer für seine unerlaubte Härte ebenfalls mit zwei Minuten Strafbank belohnt. In der 30. Spielminute wurden dann die Weichen endgültig auf Sieg gestellt, als Louis Brune auf Zuspiel von Mike Fischer mit dem 0:4 das erste Tor bei nummerischer Gleichheit gelang. Auch das 1:4 drei Minuten später durch Luca Tosto konnte die Jungadler nicht mehr von ihrem Erfolgsweg abbringen, obwohl es für den Rest des Drittels auf beiden Seiten noch Strafzeiten hagelte.

Zu Beginn des Schlussdrittels gerieten die Mannheimer zunächst selbst wieder in Unterzahl, als Moritz Raab wegen Behinderung zwei Minuten absitzen musste. In dieser Situation erzielte dann Yannik Valenti im Alleingang einen lupenreinen Shorthander zur 1:5-Führung. Damit waren die Würfel endgültig gefallen und die Überlegenheit der Jungadler offensichtlich. Folgerichtig erhöhte Philipp Mass durch seinen Treffer in der 48. Spielminute die Führung auf 1:6.  Nun war auch der Widerstand der Oberbayern endgültig gebrochen und die Mannheimer nutzten die nächste Überzahlsituation in der 53. Minute gar zur 1:7-Führung durch Tim Stützle. In der Schlußminute musste die gute Johanna May im Tor der Tölzer Buam sogar das Tor von Yannik Valenti zum Endstand von 1:8 hinnehmen.   

Mit dieser souveränen Leistung – trotz leichten Durchhängers im 2. Drittel - hatten die Jungs sogar ihren stets kritischen Trainer Frank Fischöder überzeugen können.

  

Sonntagspiel

 Die Geschichte des Sonntagsspiels ist schnelle erzählt, denn die Überlegenheit der Jungadler im Spiel gestaltete sich ähnlich wie am Vortag und im Endergebnis sogar absolut identisch.  

Obwohl es weniger Strafzeiten als am Vortag gab, die dann häufig von den Mannheimern zu ihren Gunsten genutzt worden waren, fielen auch hier die Tore in regelmäßigen Abständen. Den Anfang machte diesmal Tim Stützle, der auf Zuspiel von Tim Fleischer in der vierten Minute bereits die 0:1 Führung erzielte. Kaum zwei Minuten später war es der gut aufgelegte Yannik Valenti, der mit Unterstützung von Louis Brune die Führung auf 0:2 ausbauen konnte. Zwei Minuten vor Drittelende war es wiederum Yannik Valenti, der mit dem 0:3 bereits die Vorentscheidung einleitete.

Ähnlich ging es auch im zweiten Spieldrittel weiter. Nach 4 Minuten konnte im Powerplay Tim Fleischer auf Zuspiel von Louis Brune zur beruhigenden 0:4 Führung einschießen. Die Adlerträger ließen sich auch nicht durch einen Gegentreffer  von Lukas Leitner in der 38. Spielminute nicht aus dem Konzept bringen. 

Immerhin war man ja noch mit 1:4 in Führung und konnte diese dann folgerichtig in der 44. Minute auf 1:5 noch weiter ausbauen. Torschütze war diese Mal Denis Majewski mit Unterstützung von Tobias Möller. Nun wollte auch Mike Fischer nicht hinter seinen Teamkameraden zurückstehen und trug sich in der 50. Spielminute mit dem 1:6 in die Torschützenliste ein; der Assistent war diesmal Moritz Raab. Als dann Tobias Möller für zwei Minuten heraus musste, war es Sebastian Hon, der mit einem sehenswerten Shorthander die Führung sogar auf 1:7 ausbaute. Den Deckel drauf, auf diesen souveränen Auswärtssieg beim alten Rivalen machte dann Jan Schumacher. Dieses 1:8 in der 57. Spielminute war dann auch gleichzeitig der Endstand, obwohl die Jungadler anschließend noch eine Unterzahlsituation zu überstehen hatten.

Alles in Allem zwei mit souveränen Leistungen und schönen Toren herausgespielte Kantersiege, welche die derzeit gute Form der Jungs von Chefcoach Frank Fischöder unterstreichen.  So fliegt man am Montag gut gerüstet nach Kanada und kann diese Form hoffentlich mitnehmen.

 

 

© Eishockey Leistungszentrum Jungadler Mannheim e.V.