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Jungadler 2005/2006 mit respektablem 4. Platz beim X-Mas-Cup in Kloten (CH)

Vom 27. bis 28. Dezember fand im Schweizerischen Kloten der traditionelle X-Mas Cup statt, bei dem unsere Jungadler der Jahrgänge 2005 und 2006 wieder als einzige nicht schweizerische Mannschaft teilnehmen durften. Der Spielmodus bestand aus Minispielen á 2x20 Minuten, die als ein Match gewertet wurden.

27.12. 10:00 Uhr
EHC Biel Bienne Spirit vs. JAM 3 : 0

Frisch und munter, ohne Angst oder Unsicherheit (schließlich hatte die Mannschaft in dieser Konstellation zuvor nie zusammen trainiert) kamen unsere Jungs aufs Eis und zogen von Anfang an bei dem hohen Tempo, das die Schweizer vorlegten, mit. Es folgten innerhalb der ersten drei Minuten bereits einige hochkarätige Torchancen für Mannheim.
Erfolgreich abschließen konnte jedoch Biel in der vierten Minute bei einem ihrer ersten Angriffe überhaupt. Ein Verteidiger zog vom rechten Bullykreis aus ab und netzte unhaltbar für den Mannheimer Goalie ein, dem die Sicht versperrt war. Im weiteren Verlauf spielten die Jungadler auf ein Tor, konnten jedoch keine ihrer Chancen nutzen.

In der zweiten Hälfte zog Mannheim gleich in der 3. Minute eine Strafe. Die darauf folgende Unterzahl dauerte jedoch nur wenige Sekunden, da Biel direkt vom Bully aus einnetzte. Nur zwei Minuten später – gleiche Situation: Mannheim zieht die Strafe und Biel erhöht auf 3:0.
Auch wenn die Jungadler jetzt mit allem was sie hatten zum Tor zogen, es war wie verhext. Keine Scheibe konnte über die Linie gebracht werden. Es blieb schlussendlich bei einem enttäuschenden 3:0 für den EHC Biel Bienne Spirit, der es einfach verstand, aus wenig Torchancen Treffer zu generieren.

 

27.12. 12:30 Uhr
JAM vs. ZSC Lions 4 : 0

In der zweiten Partie gegen Zürich legten die Jungadler von Anfang an los, wie die Feuerwehr und bauten mit viel Tempo von Anfang an Druck auf. Die Lions konterten mit sehr körperbetontem, fast schon ruppigem Spiel.
So war die Partie sowohl von vielen Strafzeiten, als auch leider von einigen verletzungsbedingten Unterbrechungen geprägt. Glücklicherweise gab es keine ernsthafteren Blessuren zu beklagen und alle Spieler konnten im weiteren Verlauf aufs Eis zurück. Irritieren ließen sich die Jungadler davon übrigens nicht und gingen in der 6. Minute mit 1:0 in Führung.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte Mannheim gleich nach zwei Minuten auf 2:0. Das Spiel war weiterhin sehr temporeich und körperbetont und auch die Strafbank war gut besucht. Dennoch gelang es Zürich nicht den Mannheimer Goalie zu überwinden, der im zweiten Abschnitt weitaus mehr gefordert war, als im ersten.
In der 28. Spielminute gelang dann Mannheim der Treffer zum 3:0, direkt gefolgt von einer doppelten Unterzahlsituation, die aber glücklicherweise schadlos überstanden werden konnte. Als die Jungadler dann , drei Minuten vor Spielende, auf 4:0 erhöhten, war der Drops gelutscht.

 

27.12. 15:15 Uhr
EHC Kloten vs. JAM 3 : 6

In der dritten Partie des Tages trafen die Mannheimer auf den späteren Turniersieger und Gastgeber vom EHC Kloten. Wie schon in der Partie zuvor, hatten unsere Jungadler (übrigens das jüngste Team des Turniers) keine Schwierigkeiten das von Anfang an hohe Tempo mitzugehen.
Den zahlreich angereisten Zuschauern aus Deutschland wurde wirklich ansehnliches Eishockey geboten und es dürfte keiner bereut haben mitgefahren zu sein. Nach sieben Minuten traf Mannheim zum ersten Mal und entfachte damit auch den Kampfgeist der Gegner, die nun richtig Druck aufbauten und dafür auch belohnt wurden, als sie in der zehnen Minute ausgleichen konnten. Das ließen die Jungadler nicht auf sich sitzen und erhöhten in Unterzahl nur zwei Minuten später auf 2:1 und in der 18. Minute auch noch zum 3:1 Pausenstand.

Nach der drei minütigen Pause ging es weiter mit zwei auf Augenhöhe agierenden Mannschaften, die eine sehr attraktive Partie boten, in der dann nach 4 Minuten der Mannheimer Treffer zum 4:1 fiel, dicht gefolgt vom Anschlusstreffer für Kloten nur eine Minute später. In der 33. Minute bestraften die Schiedsrichter eine Behinderung von Biel mit zwei Minuten. Die darauf folgende Überzahl währte nicht ganz 30 Sekunden, als ein Mannheimer Stürmer wegen Beinstellens auch in die Kühlbox wanderte.
Und dann ging im 4 gegen 4 alles ziemlich schnell: 36. Minute 3:4 Mannheim, 37. Minute 3:5 Mannheim und 38. Minute 3:6 Mannheim. Die restlichen drei Minuten konnte Mannheim clever verwalten und somit den zweiten Sieg des Tages einstreichen.

Zweiter Tag:
28.12. 08:45 Uhr
JAM vs. EHC Winterthur 5 : 0

Nach dem sehr kräftezehrenden ersten Turniertag stellten sich viele der Zuschauer im Vorfeld die Frage, ob unsere Jungs es schaffen würden bei dem hohen Tempo im Schweizer Eishockey mitzuhalten. Die Antwort darauf lieferten die Jungadler direkt am frühen Morgen, als sie relativ ungefährdet und mit einer souveränen Mannschaftsleistung die erste Halbzeit gegen Winterthur mit Toren in der achten und neunten Minute 2:0 für sich entscheiden konnte.

Auch im zweiten Abschnitt ließen unsere Jungs nichts anbrennen und spielten ein sehr sehenswertes Spiel mit Toren in der 26. Und 32. Minute. Kurios wurde es nochmals vier Minuten vor Schluss, als ein Mannheimer Verteidiger nach einem Bandencheck auf der Strafbank platznehmen musste und der Trainer der Schweizer seinen Goalie zog und somit eine doppelte Überzahlsituation gegen Mannheim schaffte.
Mannheim verteidigte clever und konnte die Situation schadlos überstehen. Dann hielt man klug die Scheibe in den eigenen Reihen und, ohne dass es der Winterthurer Torwart zurück in seinen Kasten schaffte, per Empty-Net Treffer den 5:0 Endstand erzielen.

 

28.12. 12:30 Uhr
Uni Neuchâtel vs. JAM 6 : 3

Die Gewissheit einen Finalplatz sicher zu haben, wenn man das nächste Spiel gewinnt, ist wahrscheinlich kein wirklich guter Motivator.

Trotz aller beschwichtigender Worte des Trainers schafften es unsere Jungs leider nicht sich den Druck zu nehmen. So muss man das Spiel gegen Neuchâtel als schlechtestes des Turniers dokumentieren.
Viel zu wenig von der zuvor gezeigten Lockerheit und Spielfreude war zu sehen - im Gegenteil wirkten unsere Jungadler teilweise sogar regelrecht verkrampft. Dass dann die Schweizer direkt in der ersten Spielminute mit einem astreinen Blueliner mit 1:0 in Führung gingen, machte es nicht besser.
Immerhin konnten die Mannheimer Jungs in der 4. Minute ausgleichen und dieses Ergebnis auch bis 10 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit halten, mussten dann aber doch mit einem 2:1 Rückstand in die Pause.

In der zweiten Hälfte lief es unglücklicherweise nicht wirklich besser. Nach 4 Minuten erhöhte die Schweiz auf 3:1. Leider gab es in der Folge auch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. So wurde Mannheim zuerst ein Penalty verweigert und dann auch noch ein Tor nicht anerkannt.
Müßig die Frage nach dem „was wäre wenn…?“ Am Ende ziehen unsere Jungadler mit 6:3 geschlagen ins Spiel um Platz 3.

 

28.12. 15:15 Uhr
JAM vs. ZSC Lions 3 : 4

Wieder war es ein sehr körperbetontes und schnelles Spiel, dass den Zuschauern geboten wurde und in dem sich die Jungadler wieder nicht verstecken mussten.

In der 5. Minute gelang Mannheim der Führungstreffer und nur einige Sekunden später Zürich der Ausgleich. Mannheim schlug sich tapfer und konnte Chance um Chance abwehren und auch selbst einige sehenswerte generieren. Leider lag das Glück auf Seiten der Schweizer, die in der 16. Minute auf 1:2 erhöhten. Das ließ anscheinend die Emotionen so hoch kochen, dass sich Mannheim in der Folge zu einer Schubserei hinreißen ließ, die der Schiedsrichter als übertriebene Härte ahnden musste. In der daraus resultierenden Überzahlsituation erhöhte Zürich auf 1:3 (20.).

In der zweiten Hälfte ging es lange Zeit hoch spannend hin und her, ehe Mannheim in der 29. Minute den Anschlusstreffer schaffte. Ein anschließendes Powerplay konnte leider nicht genutzt werden um auszugleichen und in der 33. Minute zogen die Lions wieder auf 2:4 davon.
Nach dem Anschlusstreffer nur drei Minuten später ging nochmals ein Ruck durch die Mannheimer Mannschaft – Jedoch: Alles kämpfen und nach vorne werfen nutzte nichts mehr. Mit einem knappen 3:4 gewinnt Zürich die Partie und verweist die Jungadler auf den bitteren 4. Platz.

Fazit:
Luigi Calce äußerte sich trotz der Enttäuschung nach dem verpassten Finaleinzug durchweg positiv über seine Jungs. „Das war die jüngste Mannschaft in dem Turnier, die haben kaum bis gar nicht miteinander trainiert. Alles ist gut! Schweizer Hockey ist schneller und technischer, als in Tschechien.

Das haben die Jungs schnell gemerkt und sich super daran adaptiert. Klar wäre wenigstens ein dritter Platz verdient gewesen, aber bei so einem starken Teilnehmerfeld ist es nun einmal knapp.“

Bericht und Bilder: © 2017 Joachim Volz für JAM MediaTeam

© Eishockey Leistungszentrum Jungadler Mannheim e.V.